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Weinkater: Der unbeliebte Gast am Tag danach

Das Leben ist ein Wechselbad der Gefühle, denn auf jedes Hoch folgt ein Tief und auf jede Nacht ein Tag. Besonders augenfällig ist dieses Phänomen nach einem feuchtfröhlichen Abend, der dem Gott Dionysos geweiht war. War man an diesem Abend noch quietschfidel, so steht der nächste Tag unter keinem guten Stern: Der Kopf brummt, der Bauch schmerzt, das Energielevel ist im Keller und die Stimmung ebenfalls. Die meisten Freunde des edlen Tropfens dürften diese Symptome kennen, die auf einen Kater hindeuten.

Wir klären auf, wie der Weinkater entsteht, wie man ihm vorbeugt und was sich im Ernstfall gegen ihn machen lässt.

Woher kommt der Kater?

Der Kater nach dem Weingenuss kann mehrere Ursachen haben. Ausbruch und Verlauf sind abhängig vom Alter, Gewicht und der Wertigkeit des Alkohols. Auch kommen Konsumenten besser mit dem süßen Gebräu zurecht, wenn sie den Konsum in eine Mahlzeit einbetten und ausreichend nicht-alkoholische Getränke zu sich nehmen.

Beim Abbau von Alkohol entsteht Acetaldehyd, das in den Blutkreislauf eindringt, das Gehirn passiert und den Flüssigkeitsdruck im Gehirn ansteigen lässt. Darüber hinaus führt Alkohol zur Dehydrierung des Körpers.

Als zweite Ursache für den Morgenblues kommen die Histamine im Wein infrage. Dabei handelt es sich um mikrobielle Botenstoffe, auf die manche Menschen allergisch reagieren. Die Symptome einer Histamin-Unverträglichkeit ähneln einem Kater, sind aber auf die verfehlte Immunreaktion der Abwehrkörper zurückzuführen.

Drittens reagieren manche Menschen auf Schwefel empfindlich, der als Konservierungsmittel dem Wein beigemengt werden kann. Aufgrund der strengen Grenzwerte für die Schwefel-Konservierung bei der Weinherstellung nimmt dieser Faktor an Bedeutung ab. Dennoch vertragen manche Menschen den Schwefel auch in eher geringen Mengen nicht. Bei den Symptomen überwiegen zwar Bauchschmerzen, dennoch können Kopfschmerzen zum Gesamtpaket dazugehören.

Kopfschmerzen vom Wein? Es gibt noch andere Ursachen

Typisch für den Kater sind die Kopfschmerzen. Allerdings sind neben der Empfindlichkeit gegenüber Histaminen auch andere Ursachen denkbar. 160 Arten von Kopfschmerzen haben Mediziner bislang identifizieren können. Dazu gehört die Migräne, die am stärksten durch Alkohol getriggert wird. Schon viele Konsumenten haben die Migräne am Tag danach mit einem Kater verwechselt.

Migräne von Histamin und Schwefel

Heute weiß die Medizin, dass nicht nur Alkohol, sondern auch Histamine Migräneattacken auslösen können. In alkoholischen Getränken sind diese dem Ammoniak entstammenden Stickstoffverbindungen besonders gefährlich, weil die Amine einerseits in Flüssigkeiten viel schneller resorbiert werden und andererseits durch den Alkohol beschleunigt in den Blutkreislauf geraten.

Spezifisch für Weintrinker ist zudem der gleichzeitige Genuss des Weins mit Lebensmitteln, die reich an Histaminen sind wie Käse und Salami als Belag für das Baguette sowie Krustentieren. All dies kann eine Kettenreaktion freisetzen und den Stoffwechsel überfordern. Umstrittener ist hingegen, ob Migräne durch Schwefel ausgelöst werden kann. Dazu finden derzeit medizinische Studien statt.

So kann man einem Weinkater richtig vorbeugen

Um den Körper vor der Dehydrierung zu schützen, hilft es, neben dem Wein auch andere, nicht alkoholische Getränke zu konsumieren. Als Faustregel gilt, jedes Glas Wein mit einem Glas Wasser oder Ähnlichem zu „neutralisieren“. Zwei weitere Gläser Wasser vor dem Schlafengehen helfen dem Körper zusätzlich bei der Entgiftung während der langen Nachtspanne. Auch ein Fundament an Lebensmitteln unterstützt den Körper.

Eine besondere Funktion nehmen hierbei Salzstangen, Papayas, Rollmöpse, Hühnerfleisch, Honig, Tomatensaft und Essiggurken ein, die beim Alkoholabbau helfen. Vitamine und Magnesium schaffen zusätzlich ein Umfeld, das es dem Weinkater erschwert durchzudringen. CBD ist ein alternativer Ansatz zur Vorbeugung und Prävention. Ein Spaziergang oder wenigstens eine ausreichende Sauerstoffversorgung durch Stoßlüften ist schließlich ein weiterer Hebel, der den Symptomen vorzubeugen hilft.

Tipps gegen den Kater, wenn er dennoch auftritt

Viele der genannten Vorschläge helfen nicht nur prophylaktisch, sondern auch akut gegen den Kater. Dazu gehören CBD Kapseln gegen Kater, Proteine, Vitamine und Mineralstoffe, die der Leber beim Alkoholabbau zur Hand gehen. Mit Sauerstoff wird der Körper bei der Symptombekämpfung weiter unterstützt. Viel trinken, am besten mineralhaltiges Wasser, schützt den Körper auch nach dem Ausbruch der Symptomatik vor der Austrocknung. Nicht zuletzt ist etwas an der Volksweisheit dran, den Alkohol auszuschwitzen, weil ein aktiver Stoffwechsel die Entgiftung des Körpers ankurbelt.

Das sollte man am besten nicht machen

Beim Trinken nicht-alkoholischer Getränke sollte die Wahl nicht auf Kaffee fallen, weil dieser ähnlich wie Alkohol dem Körper Flüssigkeit wieder entziehen kann. Mit Zucker oder stark zuckerhaltigen Lebensmitteln können die Kopfschmerzen verschlimmert werden. Außerdem kommt der Körper mit verschiedenen alkoholischen Getränken nur schwer zurecht. Weinliebhabern dürfte allerdings der Ratschlag leichtfallen, bei der Wahl der Alkoholika beim guten Wein zu bleiben.


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