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Der Rheingau – Wissenswertes zum weltbekannten Weinanbaugebiet

Der Rheingau wird dem Rhein-Main-Tiefland zugeordnet und verläuft rechtsrheinisch von Wallruf bis nach Lorchhausen. Das Gebiet erstreckt sich entlang des Rheins, bis es in den Höhen des Taunushauptkamms endet. Bei Touristen ist die Region sehr beliebt, da sich in den Rhein-Gefilden zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele angesiedelt haben. Neben Schlössern, alten Klöstern und ähnlichen kulturhistorischen Highlights wirken pittoreske Aussichtspunkte verlockend auf die Besucher. Dazu zählen beispielsweise die Hallgartener Zange oder die Bubenhäuser Höhe.

Die hohe Popularität ist allerdings ebenfalls auf die großflächige Weinlandschaft des Rheingaus zurückzuführen. Auf dem 3.185 Hektar großen Rebland wachsen und gedeihen verschiedene Traubensorten, die in liebevoller Handarbeit zum edlen Tropfen verarbeitet werden. Im folgenden Artikel entführen wir Sie in die Heimat des Rheingauer Rieslings, des Spätburgunders und anderer exquisiter Rebsorten.

Weinregion Rheingau

Einem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass das heutige Weinbaugebiet im Rheingau entstehen konnte. Denn dank des weitläufigen Rhein-Gebirges wurde der Rhein gezwungen, seinen Verlauf zu ändern.

Und die Natur hätte es tatsächlich nicht besser treffen können. Schließlich liefern die sehr trockenen und steinigen Südhänge optimale Bedingungen für die Weinernte. Die landschaftlichen Begebenheiten machen es möglich, dass die Reben selbst kalte Wintertage unbeschadet überstehen und die Trauben während der Reifeperiode besonders fruchtige Aromen annehmen.

Rheingau im Überblick

Geographie: Das Gebiet liegt einige Kilometer südlich von Wiesbaden.

Klima: Die Region zeichnet sich durch ein Temperaturmittel von 10,6 ° C aus. 

Böden: Die Reben werden auf Schiefer, Kiesel, Lehm, Sand und Mergelböden gepflanzt.

Rebfläche: Die 3.185 Hektar unterteilen sich in elf Großagen und 129 Einzellagen.

Rebsorten: Der Weißwein ist dominierend in dieser Region, doch auch Rotweine werden produziert.

Die Geschichte des Weinanbaugebietes

Einer Sage nach reichen die Wurzeln des Weinbaus im Rheingau bis in die Römerzeit zurück. Kaiser Karl der Große soll bemerkt haben, dass der Schnee auf dem Johannisberg früher schmilzt als in der restlichen Region. Infolgedessen gab er den Anbau der Reben in Auftrag. Im Laufe der Zeit wurde die Winzertätigkeit verstärkt von den umliegenden Klöstern übernommen. Früheste Zeugnisse stammen aus dem Jahr 1135. 

Der Rheingau gilt als der Ursprung der Weinberg- und Kellertechnologien und auch die Spätlese ist in dem Gebiet beheimatet. Nach und nach warf die Region rund um das Rheingau-Gebirge immer mehr Erlös ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg stockte der Erfolg des Weingebiets jedoch und die hohe Qualität ließ etwas nach. Erst in den 1990er-Jahren gelang es dem Rheingau zu seiner ursprünglichen Größe zurückzufinden.

Welche Rebsorten gibt es im Rheingau?

Wie auch in den anderen 12 Regionen konzentriert man sich im Rheingau hauptsächlich auf die Produktion von Weißwein. Tatsächlich nehmen die weißen Rebsorten rund drei Viertel der gesamten Rebfläche ein und sind zweifelsohne die dominante Rebsorte. In erster Linie spezialisiert man sich in dem Rheingau-Gebirge auf den Riesling. Seine Reben verteilen sich auf rund 80 Prozent der Gesamtrebfläche und lassen nur noch wenig Platz für Rebsorten wie den Chardonnay und den Müller-Thurgau.

Die roten Rebsorten müssen sich mit rund 15 Prozent des Weinbaugebietes begnügen. Man produziert in dieser Region hauptsächlich den Spätburgunder, der dank der klimatischen und geografischen Voraussetzungen besonders vollmundig schmeckt. Die edlen Tropfen sind vor Ort – direkt beim Winzer oder im Supermarkt – erhältlich. Darüber hinaus finden Sie erlesene Weine im Onlineshop.

Der Weinbau im Rheingau

Das Weingebiet im Rheingau konnte sich einen Namen unter Weinliebhabern machen. Es gehört zu den Regionen mit dem qualitativ hochwertigsten Wein in der gesamten Bundesrepublik Deutschland. Der hohe Standard ist darauf zurückzuführen, dass im Rheingau nur geringe Ertragsmengen produziert werden. Pro Hektar Rebfläche werden maximal 90 Hektoliter Wein zugelassen. 

Eigenschaften des rheingauer Weins

Bezeichnend für den Geschmack der Rheingauer Weine ist die Geschmacksintensität. Bereits mit dem ersten Schluck legt sich eine markante Säure auf die Zunge, die für einen würzigen Nachgeschmack sorgt. Weiterhin ist es möglich, den Wein bis zu drei Jahre einzulagern. Das Potenzial der Aus- und Spätlese kann erst nach mehr als einem Jahrzehnt entwickelt werden.


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