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Spanische Weine: Das wichtigste zusammengefasst

Wer sich in der Welt der edlen Tropfen auskennt, weiß, dass einige spanische Weine weltweit zu den Besten gehören. Sie präsentieren sich in großer Vielfalt und bieten individuellen Gaumengenuss für ausnahmslos jeden Geschmack. Zum einen gibt es zahlreiche liebliche, halbtrockene und trockene Weißweine. Zum anderen erfrischende Rosés sowie spritzige Schaumweine. Abgerundet wird die breite Palette von gehaltvollen Rot- und schweren Likörweinen.

Kleiner Rückblick in die Weingeschichte Spaniens

Spanien ist das größte Weinanbauland der Welt. Die Wurzeln der Weinproduktion reichen bis in die Römerzeit zurück. Noch immer finden sich uralte Rebsorten, darunter die weiße Airen und die rote Garnacha. Vor einigen Jahrzehnten erzielten die Winzer hohe Erträge, allerdings waren die qualitativen Ansprüche damals geringer als heute. Eine Zeitlang fehlten den spanischen Weinen Aroma, Geschmack und Würze. Dies lag teils an der nicht vorhandenen Temperaturkontrolle, teils an der späten Lese. Zudem stand die Massenproduktion über dem Qualitätsanspruch. Eine Ausnahme bildeten der Sherry, der zu den Likörweinen gehört, sowie der Rioja. Sie erlebten in den 1960er Jahren einen regelrechten Boom. In den 80er Jahren war es dann soweit: Die jungen dynamischen Winzer Spaniens setzten vermehrt auf Qualität statt auf Quantität. Insbesondere in Katalonien, Alt-Kastilien und kleineren Anbaugebieten im Norden des Landes setzten sie ihre innovativen Ideen mit viel Sachverstand um. Der Erfolg blieb nicht aus: Viele Weinliebhaber schwören mittlerweile auf die köstlichen edlen Tropfen.

Bestes Beispiel für herausragenden Genuss: Bodega Matsu Wein

Die Rebsorte Tinta de Toro in kräftigem Rot, die dem Bodega Matsu Wein eine tiefdunkle violette bis schwarze Farbintensität verleihen, wächst in der spanischen Weinregion Toro heran. Dort findet sie ideale Voraussetzungen zum Gedeihen: sandige Böden aus Ton, Sand- sowie pliozänem Kalkstein in einer Höhe zwischen 650 und 735 Metern über dem Meeresspiegel. Der Ertrag pro Rebe ist gering, dafür besitzen die Trauben ein außergewöhnlich hohes Qualitätsniveau. Dazu tragen auch das Ernte- und das Verarbeitungsverfahren bei – die genutzten Techniken entsprechen den Leitlinien der biodynamischen Landwirtschaft. Zu den exklusiven Bodega Matsu Weinen zählen der El Picaro, El Rico und El Viejo.

Beste Temperaturbedingungen in Spaniens Hochlagen

Allgemein benötigen Weinreben viel Licht, trockene Böden und warme Hänge. Zum optimalen Heranreifen im Sommer tragen Temperaturen von 25 bis 28 Grad Celsius bei. Sie sorgen dafür, dass die Trauben in ausgewogenem Maß Zucker, Frucht, Säure und Tannine bilden. Im sehr heißen Spanien liegen deshalb die Weinanbaugebiete meist in Lagen zwischen 650 und 1.350 Metern über dem Meeresspiegel. Denn pro Höhenmeter nimmt die Durchschnittstemperatur um 0,6 Grad Celsius ab, sodass dort die perfekten Temperaturbedingungen herrschen.

Mediterrane Klimaregionen

In vielen Teilen Spaniens kommt dem Weinanbau das mediterrane Klima zugute. Vor allem die geringe Luftfeuchtigkeit wirkt sich äußerst günstig auf die Reben aus: Das Risiko für Pilzkrankheiten ist gering, sodass auf den Einsatz von Kupfer verzichtet werden kann, wodurch der biologische Anbau leichter möglich ist. Das heiße Mittelmeerklima in Provinzen wie Malaga und Alicante führt in der Regel zu relativ schweren und dichten Weinen mit hohem Alkoholgehalt. Sie beeindrucken mit dem Geschmack reifer Früchte und sind eher körper- als säurebetont.

Kontinentale Klimaregionen

Kontinentales Klima prägt nahezu ganz Zentralspanien. Es steht für große Temperaturschwankungen innerhalb 24 Stunden mit Unterschieden von über 20 Grad Celsius. Die Natur hat es eingerichtet, dass die heranwachsenden Trauben am Tag Zucker und Frucht, in der Nacht Säure sowie Tannine herausbilden. Zahlreiche bekannte Weingebiete befinden sich in der zentralspanischen Hochebene, darunter das mit 190.000 Hektar weltweit größte namens D.O. La Mancha. Das Kontinentalklima begünstigt vor allem fruchtige Rebsäfte mit hohem Säureanteil, der sich vor allem in Weißweinen widerspiegelt.

Atlantische Klimaregionen

Im Norden Spaniens trifft man größtenteils auf atlantische Klimabedingungen mit warmen Sommern und milden Wintern. Hinzu kommt eine hohe Niederschlagsmenge, beispielsweise in Galicien beträgt sie bis zu 1.500 Millimeter/m2 pro Jahr. Das ist mehr als das Doppelte, was in Deutschland durchschnittlich vom Himmel fällt. Das atlantische Klima geht weiterhin mit einer hohen Luftfeuchtigkeit und häufigem Wind einher. Tendenziell sind die nordspanischen Weine filigran, erfrischend und säurebetont. Dazu trägt zum einen der Atlantik bei, zum anderen die Granitböden mit hohem Säuregehalt.


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