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Wer hat Wein erfunden? Geschichte des Weins

Wer hat Wein erfunden Geschichte des Weins

Heutzutage sind die Mittelmeerländer wie Frankreich, Italien und Spanien die weltbekannten Weinanbaugebiete und auch schon vor tausend Jahren waren diese Gebiete bekannt für ihre Weinkultur. Mittlerweile wird überall auf der Welt Wein angebaut, Länder wie Australien und Neuseeland, sowie Teile der USA und Südafrika sind weit aufgerückt und produzieren sehr guten Wein.

Der Mensch und der Wein

Dass man aber Funde gemacht hat, die belegen, dass Wein schon viel früher angebaut worden war und zwar in Regionen der Erde wo sich heute Georgien befindet, ist den wenigsten Menschen bekannt. Viele denken sogar Wein hätte seine Ursprünge im Mittelmeerraum. Wer genau und wann Wein erfunden bzw. das erste Mal produziert hat, ist nicht bekannt.

Funde von Fossilien und von Menschenhand bearbeiteter Beeren und Weinreben, die bis zu 8.000 Jahre zurückreichen belegen aber, dass es diese Kultur schon viel früher gab. Funde solcher alten Relikte und Nachweise von aktivem Weinbau wurden bisher in Georgien, der Türkei und dem Iran gemacht und das schon um 5.000 v.Chr.. Damals wuchsen die wilden Weinreben und Trauben, doch die Menschen konnten noch nicht den richtigen Moment abwarten, bis die Pflanze bearbeitet werden konnte. Später als der Mensch mehr über den Verlauf des Tages wusste und das Klima im Verlauf des Jahres einschätzen konnte, baute man zu besseren Zeitpunkten Wein an.

Für Weinraritäten kann man heute sehr viel Geld verlangen. Gut erhaltene alte Weinflaschen können mehrere Tausend Euro einbringen.

Der heutige Stand belegt also, dass der Wein aus dieser Zeit und dieser Region stammen müsste. Durch Fossilienfunde lassen sich die Wildreben bis auf eine Zeit von vor 80 Millionen Jahre zurückführen. Belege aus der frühen Jungsteinzeit jedoch zeigen, dass die noch nicht sesshaften Völker die Beeren weiterverarbeiteten. Vermutlich gewann man daraus Saft. Aus dem Saft wurde dann Most und Wein. Erst als die Völker dann sesshaft wurden und in bestimmten Teilen der Region blieben um zu leben begannen sie mit dem eigentlichen Weinbau.

Die bislang älteste Kelteranlage wurde in Hajji Firuz Tepe im Zagros-Gebirge im Iran gefunden, sie ist zwischen 7.000 und 7.500 Jahre alt. Dass der Wein auch in Deutschland wächst, haben wir übrigens den Römern zu verdanken, da diese den Wein vor 2.000 Jahren über die Alpen nach Deutschland brachten.



Die Weinrebe

Die heutigen Rebsorten, die in den Weinbergen der Welt vertreten sind, resultieren aus einem Ausleseprozess, der bereits vor etwa 60 Millionen Jahren in Gang gesetzt wurde. Am Anfang waren es mehrere Eiszeiten und Klimaveränderungen, welche die damals vorhandene Reben verschwinden ließen und dann wieder neue entstehen ließen. Dann waren es die Vögel und Säugetiere, die in den Wäldern die wachsenden Wildreben nach Geschmack und Erreichbarkeit verbreiteten. Schließlich kamen die Menschen und entwickelten einzelne Reben aus ihnen, um sie in ihren Gärten zu kultivieren. Die, die ihnen am besten mundeten und aus denen sich der beste Wein erzeugen ließ wurde dazu verwendet. So entstanden die ersten europäischen Kulturreben.

Dadurch, dass der Handel und Verkehr immer weiter wuchsen, wurden die Reben dann von Händlern, Seefahrern, Söldnern und Siedlern in andere Länder gebracht. Dort gab es dann neue Wachstumsbedingungen. Ein anderes Klima, andere Böden, andere Krankheiten. Während viele Reben eingingen, konnten sich einige anpassen. Auf diese Weise wurde im Laufe der letzten Jahrhunderte die Vielfalt der Reben jedoch immer stärker geschmälert. Heute gibt es eigentlich keine Wild-Reben mehr. Selbst die Anzahl der tatsächlich im Anbau befindlichen Kulturreben ist stark gemindert.

Die Reblauskatastrophe, die Europa ab 1850 schockte, hatte damals in einzelnen Regionen bis 1930 angedauert und viele regionale Sorten für immer ausgelöscht. Geblieben sind weltweit etwa tausend verschiedene Rebsorten. Aber nur höchstens 15 Prozent werden in größeren Mengen angebaut.
Aber auch die moderne Rebenzüchtung hat die natürliche Vielfalt innerhalb der Sorten stark reduziert. Sie hat die Pflanzen mit dem höchsten Ertrag, den meisten Krankheiten ausgesondert, züchterisch vermehrt oder miteinander gekreuzt. So ist ein kleines Sortiment von “Hochleistungs Reben” entstanden, mit dem die Weinberge heute ausgerüstet sind. Qualität war bei dieser Selektion nicht immer und nicht überall an erster Stelle. Hochwertige alte Reben mit kleinen Beeren und dicker Schale werden gerade deshalb heute von Winzern wieder gesucht, die Wert auf Qualität geben.


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