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Wie wird Glühwein hergestellt?

Ebenso wie normaler Rotwein oder Weißwein, ist Glühwein ein sehr beliebtes Getränk in Deutschland. Jedes Jahr nimmt der Verzehr zu und um die Adventszeit sind es rund 50 Millionen Liter Glühwein die jedes Jahr getrunken werden. Der warme Schmaus ist ein absolutes Highlight für alle Besucher von Weihnachtsmärkten, auch Touristen sind von dem Glühwein angetan, besonders die Nachbarn aus dem Süden wie Frankreich und Italien, die in Sachen Wein normalerweise kaum beeindruckt werden können. Und eine Erfindung der Weihnachtsmarktbetreiber ist der Glühwein auch nicht, schon in der Antike hat man den Wein gewärmt und mit Zutaten und Gewürzen wie Pfeffer, Lorbeer und Safran oder Honig versehen. Doch das heutige wohltuende wärmende Getränk ist nicht bloß Rotwein heiß gekocht oder aufgewärmt. Glühwein herstellen bedarf es mehr als bloß den Wein und einen Herd.

Die ätherischen Öle der winterlichen Gewürze lösen in der dunklen Jahreszeit positive Gefühle aus. Dass der Glühwein von innen wärmt, ist jedoch ein Aberglaube und täuscht.

Zwar erweitert der Glühwein die Gefäße, wodurch einem erstmal warm im Körper wird. Jedoch wird diese Wärmeenergie den inneren Organen entzogen und so kühlt man eigentlich eher aus statt aufzuwärmen. Daher empfehlen wir von der Redaktion, den Glühwein eher nicht auf dem kalten Weihnachtsmarkt zu trinken, sondern im warmen Wohnzimmer. Gefährlich ist es aber natürlich nicht einen Glühwein zu trinken.



Für den selbstgemachten Glühwein ist es jedem selbst überlassen ob man roten oder weißen Wein nimmt, das ist einfach Geschmackssache. Da er leichter und säuerlich schmeckt, ist er bei Frauen meistens beliebter. Generell sollten die Weine aber halbtrocken oder trocken sein. Am besten eignen sich Silvaner oder Rieslinge für weißen Glühwein, während für roten Glühwein am besten Spätburgunder oder Regent benutzt werden sollten.

Was die Gewürze betrifft, gibt es eigentlich keine Grenzen, jeder sollte für sich selbst entscheiden was ihm liegt. Je nach Geschmack kommen alle möglichen winterlichen Gewürze hinein. Der klassische Glühwein wird mit Zucker, Zimt, Nelken, Zitronenschale und Sternanis erhitzt. Aber auch Orangenschalen, Ingwer, Vanille, Kardamom, Anis, Kakaoschalen oder Pfeffer machen sich gut im Glühwein. Man sollte den Glühwein aber nie über 78 Grad erhitzen. Sonst riskiert man, dass der Alkohol verdampft und die Gewürze bitter werden. Außerdem können krebserregende Stoffe entstehen.

Der Glühwein-Klassiker

Zutaten: Was benötigt wird um Glühwein herzustellen

  • 2 Sternanis
  • 1 Zimtstange
  • 6 Nelken
  • 2-3 Kardamomkapseln
  • 1 Vanilleschote
  • 3-4 Esslöffel Rohrohrzucker

Sternanis, Zimt, Nelken und Kardamomkapseln in einem Mörser grob zerkleinern. Vanille in kleine Stücke schneiden. Die Gewürze mit dem Rohrohrzucker mischen und in ein Schraubglas füllen. Für Glühwein (oder Punsch) benötigt man 1- 2 Teelöffel für 250 ml Wein (Punsch). Nach Belieben nachsüßen.


Der Glühwein-Klassiker

  • 1 Liter Rotwein, Spätburgunder oder Regent
  • 1 Zitrone
  • 2 Stangen Zimt
  • 3 Nelken
  • 4 Esslöffel Rohrzucker
  • Etwas Kardamom (gerieben)

Die Zitrone in Scheiben schneiden und in den Rotwein geben. Zucker, Zimtstangen und Gewürznelken in einen Topf geben. Erhitzen des Weines bis kurz vor den Siedepunkt, wichtig ist dass er nicht kocht. Das Ganze zugedeckt ca. 1 Stunde ziehen lassen und anschließend durch ein Sieb abgießen. Mit Kardamom nach Belieben verfeinern. Falls der Glühwein noch nicht süß genug ist, kann man Zucker oder Honig dazu geben.


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