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Den einzig wahren teuersten Korkenzieher der Welt kann man nur schwer bis gar nicht bestimmen. Es gibt viele Stücke, von denen man vermutlich nicht mal weiß. Die meisten sind auch nicht in Museen, sondern in privatem Besitz. Diese Korkenzieher werden meist auch nicht genutzt, denn Sammler wollen ja nicht das die guten Stücke an Wert verlieren oder einen Defekt bekommen.

Die teuersten Korkenzieher sind zum einen sehr alt und zum anderen alle handgefertigt. Die teuersten Korkenzieher können schon mal um die 25.000 Euro kosten.

Schon vor dreihundert Jahren gab es den Weinkorken, er ist schon seit langem eine Art Ansporn für vielerlei Forscher überall auf der Welt.

Tüftler auf der gesamten Erde haben sich der Frage gewidmet, wie man den kleinen Korken unter geringstem Kraftaufwand und mit größtmöglicher Schonung des Weines aus dem Flaschenhals befördern kann.

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Besonders Engländer haben sich dieser Aufgabe gewidmet, obwohl es kaum Wein auf der Insel England gibt. Aber wir wissen ja, man muss den Wein ja nicht selbst anbauen um ihn gerne zu trinken. Im 19. Jahrhundert, dem Jahrhundert der Erfindungen und Patente, wurden gerade in England mehr als 300 Patente nur auf Korken angemeldet.

Auf der ganzen Welt finden sich mittlerweile immer immer mehr Sammler in Klubs zusammen, suchen nach seltenen, nie zuvor gesehenen Stücken und geben unter einander an. Die exklusivste Vereinigung ist der ICCA – International Correspondence of Corkscrew Addicts. Seine Mitgliederzahl liegt bei fünfzig Mitgliedern, die Warteliste ist sehr lang.

Ganz genau lässt sich die Geschichte des Korkenziehers nicht mehr nachvollziehen. Die älteste Darstellung eines Korkenziehers soll aus dem Jahre 1720 sein, aus dem Porträt des Malers Alexis Grimou. Auf dem Bild ist ein kleines einfaches Gerät zu sehen. Schon die Römer hatten damals Glasflaschen zur Weinlagerung genutzt.

Also hatten auch sie eine Art Korkenzieher, bzw. eine Art Korken benutzt. Jahrhundertelang machte man von Fassern, Tierhäuten und irdenen Gefäßen Gebrauch. Im frühen 17. Jahrhundert, wo die Glasindustrie gerade in Schwung kam, füllten Händler aus England den edlen Tropfen aus Frankreich in Flaschen ab, verpassten ihm einen Korken und belieferten damit die wichtigen Kunden.

Zu damaligen Zeiten galten gläserne Weinflaschen als Statussymbol. Den Stöpsel aus Kork entzog man der Flasche mit einem speziellen Gewinde, das auch bei der Reinigung von Vorderladern gute Dienste erbracht hatte.

Die industrielle Revolution war die Stunde der Tüftler und Erfinder, die alles perfekter und besser wollten. Paradebeispiel dafür war Reverend Samuel Henshall aus Oxford, der der erste war, der damals im Jahre 1795 seine Innovation des Korkenziehers zum Patent anmeldete.

Er versah einen T-förmigen Apparat bestehend aus Holzgriff und Rundgewinde mit einem Teller am Ende des Schaftes. Diese kleine Platte hatte den Zweck, beim Eindrehen des Gewindes den Korken im Flaschenhals zu lockern. Ziemlich genial. Aber gerade mal sieben Jahre später wurde er von dem weltbekannten Edward Thomason aus Birmingham übertroffen. Die Erfindung trug damals den Namen “Nec plus ultra“.

Daraufhin ließ er sich sein Gerät auch noch patentieren, das aus zwei gegenläufigen Spindeln und einer Glocke bestand. Das Eindrehen des Gewindes in den Korken erzeugt einen Widerstand auf dem Flaschenhals, wo die Drehkraft dank der Glocke in eine sogenannte axiale Zugkraft umgewandelt wird. Durch konstantes Weiterdrehen im Uhrzeigersinn kann man den Korken mühelos herausziehen.

Der „Thomason” Korkenzieher war ein Hit im 19. Jahrhundert. In Deutschland wurde er als “englischer Korkenzieher” verbreitet. Das Prinzip findet man noch bei manchem modernen Gerät aus Kunststoff. Abgesehen von der technischen Intelligenz sind historische Korkenzieher aber hauptsächlich durch ihre phantasievolle Gestaltung etwas ganz Besonderes.

Ganz seltene Stücke erweitern die Skala bis ganz nach oben. Bei einer Christie’s-Versteigerung wurden für einen Korkenzieher des englischen Erfinders H.N.S. Shrapnel über 24 455 Euro hingeblättert. Wer eher ein Neueinsteiger ist, der sollte das Museum des französischen Filmregisseurs Yves Rousset-Rouard in dem provenzalischen Dorf Ménerbes bei Avignon besuchen. Dort bekommt man einen wertvollen geschichtlichen Überblick.

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