Einführung: Was ist Sangria und warum lohnt es sich, Sangria selber zu machen?
Sommer 2026, ein lauer Abend auf dem Balkon. Die Gäste sitzen, der Grill läuft, und auf dem Tisch steht ein Krug mit tiefroter, fruchtiger Sangria. Der Name leitet sich vom spanischen Wort „sangre” ab, also Blut, und beschreibt die Farbe des Getränks. Sangria hat ihre Herkunft in der Karibik und wurde über Spanien und Portugal zum Kultgetränk der iberischen Halbinsel. Seit der EU-Verordnung 251/2014 ist Sangría als Bezeichnung in Spanien und Portugal gesetzlich geschützt. Sangria ist ein beliebtes Sommergetränk, das aus Wein, Früchten und etwas Süße besteht.
Warum Sangria selber machen statt zur Flasche aus dem Supermarkt greifen?
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Du bestimmst Alkohol, Süße und den Geschmack selbst.
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Frisches Obst liefert mehr Aroma als Konzentrate in Fertigprodukten.
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Eine Bowle für 6 bis 8 Gläser kostet mit einem soliden Rotwein unter 15 Euro.
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Du kannst für die Familie eine alkoholfreie Variante parallel ansetzen.
Im Folgenden findest du ein klassisches Sangria Rezept, Variationen von weißer bis alkoholfreier Sangria und Profi-Tipps zur Zubereitung wie in Spanien.
Klassisches Sangria Rezept: Sangria selber machen Schritt für Schritt
Dieses Rezept ergibt ca. 1,5 bis 2 Liter, genug für 6 bis 8 Gläser. Die Zubereitungszeit beträgt etwa 15 min, die Ruhezeit im Kühlschrank mindestens 2 Stunden. Die Schwierigkeit: gering.
Zutaten:
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1 Flasche (750 ml) junger, halbtrockener spanischer Rotwein, z. B. Tempranillo (Jahrgang 2022 oder 2023)
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80, 100 ml Orangenlikör (Triple Sec oder Cointreau)
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2 Bio Orangen, in Scheiben geschnitten
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1 Bio Zitrone, in Scheiben geschnitten
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1 Apfel, entkernt, in Stücke geschnitten
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1 bis 2 Pfirsiche, in Spalten geschnitten
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2, 3 EL brauner Zucker
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200 ml frisch gepresster Orangensaft
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Eiswürfel zum Servieren
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Optional: 200 ml Zitronenlimonade oder Mineralwasser
Tempranillo ist ein empfohlener Rotwein für Sangria, weil er fruchtig und weich ausfällt. Die Hauptzutaten sind Wein, Früchte und Limonade. Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen sind essentielle Zutaten. Zucker wird oft hinzugefügt, um die Sangria zu süßen.
Zubereitung:
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Obst gründlich waschen, grob schneiden. Schale bei den Zitrusfrüchten dranlassen; sie liefert ätherische Öle.
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Obst in eine Karaffe oder einen Krug geben, Zucker darüber streuen und kurz vermengen.
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Orangensaft dazugießen, dann Rotwein und Likör einfüllen.
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Sangria sollte mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ziehen, ideal sind 4 bis 8 Stunden.
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Mineralwasser oder Limonade wird erst kurz vor dem Servieren zugefügt, damit die Kohlensäure erhalten bleibt.
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Eiswürfel erst ins Glas geben, dann Sangria einschenken.
Tipp: Setz die Sangria am Vormittag oder am Vortag an. So ist der Rest des Abends stressfrei.

Die wichtigsten Zutaten im Detail: Wein, Früchte, Likör & Süße
Vier Pfeiler bestimmen, ob deine Sangria ein leichter Sommerdrink oder eine kräftige Party-Bowle wird.
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Wein: Die Wahl eines fruchtigen, trockenen Rotweins ist entscheidend für eine gute Sangria. Verwende Rotwein mit maximal 12 % Alkoholgehalt. Ein Rotwein mit maximal 12 % Alkoholgehalt ist ideal, weil stärkere Weine in Kombination mit Zucker und Obst bitter wirken können. Rebsorten wie Tempranillo oder Garnacha aus Spanien funktionieren sehr gut. Weine mit starker Barrique-Reifung passen weniger, weil Eichenholznoten die Fruchtnoten überlagern. Für Weißwein-Varianten eignen sich Verdejo oder Sauvignon Blanc.
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Früchte: Die Zutaten sollten von guter Qualität sein, insbesondere die Früchte. Bio-Qualität lohnt sich, weil die Schale mitverwendet wird. Standardkombination: Orangen, Zitrone, Apfel, Pfirsiche. Beeren wie Himbeeren oder Erdbeeren passen zu hellen Varianten, zerfallen aber schneller.
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Likör und Spirituosen: Orangenlikör (Cointreau, Triple Sec) ist der Klassiker. Alternativen: spanischer Weinbrand, Rum oder Cognac. 80 bis 120 ml pro Flasche Wein reichen. Zu viel Alkohol überlagert die Fruchtaromen und macht den Schluck zu scharf.
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Süße: Zucker kann in Form von braunem Zucker oder Rohrzucker hinzugefügt werden. Brauner Zucker bringt eine karamellige Note, ein Hauch Vanillezucker rundet ab. Zuckersirup (1:1 Zucker zu Wasser) löst sich in kalter Sangria besser auf als Kristallzucker. Honig ist eine Option, geht im Wein aber geschmacklich manchmal unter.
Zubereitung wie in Spanien: Profi-Tipps für perfekte Sangria
Kleine Kniffe trennen eine durchschnittliche Sangria von einer, die an Mallorca-Abende auf einer Speisekarte erinnert.
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Ziehzeit: Minimum 2 Stunden, ideal über Nacht. In dieser Zeit diffundieren Fruchtsäuren und Aromastoffe in den Wein. Nach 24 Stunden das Obst prüfen und bei Bedarf austauschen, bevor es gummiartig wird.
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Temperatur: Sangria bei 5 bis 8 °C servieren. Eis gehört ins Glas, nicht in die Bowle. So bleibt der Genuss unverdünnt.
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Zucker-Trick: Orangensaft kurz mit dem Zucker in einem kleinen Topf erwärmen, bis sich die Kristalle aufgelöst haben. Dann abkühlen lassen und zur Sangria geben. Das spart Rühren und verteilt die Süße gleichmäßig.
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Gewürze: Sangria wird traditionell mit Zimtstangen zubereitet. Eine Stange Zimt oder etwas Vanille kann optional für zusätzlichen Geschmack hinzugefügt werden. Zimtstangen werden häufig für zusätzlichen Geschmack verwendet, aber sparsam dosieren: eine Stange pro 1,5 Liter reicht. Zu viel Zimt macht das Getränk weihnachtlich.
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Servieren: Große Glas-Karaffe (mind. 1,5 Liter), Holzlöffel oder Schöpfkelle, damit Gäste sich selbst bedienen können. Obst grob schneiden, damit es dekorativ sichtbar bleibt und nicht im Glas stört.

Sangria Variationen: Weißer Sangria, Sangria Blanca & alkoholfreie Sangria
Es gibt kein einziges „richtiges” Rezept. In Spanien variiert Sangria von Region zu Region, und beide Stile (rot und weiß) haben ihre Berechtigung. Hier die gängigsten Variationen:
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Sangria Blanca: Eine Sangria Blanca wird mit 1 l Weißwein und 1 l Orangensaft zubereitet. Dazu helle Früchte wie Honigmelone, Nektarine und Pfirsiche. Sangria kann mit Cava für mehr Spritzigkeit zubereitet werden; 200 ml Cava kurz vor dem Servieren einrühren.
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Beerensangria: Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren zum Rotwein geben. Kürzere Ziehzeit von 2 bis 4 Stunden, weil Beeren schnell weich werden. Etwas zusätzlicher Orangensaft rundet ab.
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Alkoholfreie Sangria: Eine alkoholfreie Variante kann mit Traubensaft und frischen Früchten zubereitet werden. 750 ml roter Traubensaft, 200 ml Orangensaft, frisches Obst wie im Basisrezept, dazu Mineralwasser oder alkoholfreier Sekt. Gleiche Zubereitungszeit, gleicher Ablauf, ideal für die Familie und alle anderen, die keinen Alkohol trinken.
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Verwandte Cocktails aus Spanien: Tinto de verano enthält 1 l Rotwein und 1 l Zitronenlimonade; kein Obst, kein Likör, dafür simpler und erfrischend. Calimocho besteht aus 1 l Rotwein und 1 l Cola, populär beim jungen Publikum. Beide stehen in Spanien neben Sangria auf jeder Terrassen-Karte, sind aber geschmacklich etwas anderes.
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Anpassungen: Bei großer Hitze mehr Säure (extra Zitrone), für Dessert-Sangria mehr Süße, für den Eimer am Grillfest mehr Obst und Sprite oder Limonade.

Do’s & Don’ts: Häufige Fehler beim Sangria selber machen vermeiden
Ein paar Stolperfallen lassen sich leicht umgehen.
Do:
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Wein verwenden, den man auch pur gerne trinkt. Billigware aus dem Tetrapack erzeugt flachen Geschmack und erhöht das Kopfschmerzrisiko.
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Obst immer frisch verwenden, nicht aus der Dose. Dosenobst bringt zu viel Sirup mit und wird matschig.
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Sangria rechtzeitig ansetzen; 4 bis 8 Stunden Ruhezeit machen den Unterschied.
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Mengen an Zucker und Likör schrittweise anpassen. Abschmecken vor dem Servieren.
Don’t:
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Limonade oder Cola in großen Mengen als Basis nutzen. Das Ergebnis heißt in Spanien Tinto de verano bzw. Calimocho und schmeckt anders als Sangria.
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Zu viel harten Alkohol zugeben. Maximal 150 ml Spirituose (Rum, Weinbrand, Cognac) pro Flasche Wein.
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Früchte zu klein schneiden. Feine Würfel werden matschig und sind schwer aus dem Glas zu halten.
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Alle Nährwertangaben ignorieren: Sangria enthält neben Alkohol auch Kohlenhydrate aus dem Zucker und Fett ist praktisch nicht vorhanden, dafür ist Eiweiß nur in Spuren enthalten. Die Angaben variieren je nach Rezept.
Anrichten, Servieren & Aufbewahren: So wird deine Sangria zum Highlight
Eine gut präsentierte Sangria sieht aus wie ein Stillleben: große Glas-Karaffe, sichtbare Orangenscheiben, Pfirsichstücke und viele Eiswürfel. Kurz vor dem Servieren Limonade oder Mineralwasser zugeben, dann einschenken.
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Anlässe: Sangria als Begrüßungsdrink bei Grillabenden, Tapas-Abenden, Geburtstagen oder einer Party zu Pfingsten oder Fronleichnam.
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Gläser: Weingläser für den eleganten Abend, robuste Becher mit dickem Boden für die Gartenparty. Dicke Strohhalme helfen bei besonders fruchtiger Sangria.
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Aufbewahrung: Gut abgedeckt im Kühlschrank bleibt Sangria 1 bis 2 Tage genießbar. Den Rest der Früchte nach einem Tag austauschen, weil sie sonst ausgelaugt und säuerlich werden.
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Kommunikation mit Gästen: Alkoholgehalt erwähnen, vor allem wenn der Ursprung des Getränks nicht auf den ersten Schluck erkennbar ist. Zusätzlich eine alkoholfreie Variante bereithalten.
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Bewertungen einholen: Frag deine Gäste, welche Variante ihnen am besten geschmeckt hat, und hinterlasse gerne selbst einen Kommentar unter diesem Artikel.
Schick dir das Rezept per E-Mail Adresse an dich selbst oder speichere es auf deinem Handy, damit du es zu Hause beim nächsten Einkauf parat hast. So steht der nächsten Sangria-Runde für einen Sommerabend im Garten nichts im Wort.
