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Rotweine aus aller Welt

Rotweine gehören weltweit zu den beliebtesten Weinarten vor dem Weißwein. Unumstritten scheint dies daran zu liegen, dass Rotweine für viele Speisen als gute Komponente dienlich sind. So sind Wildspeisen und ein köstlicher Rotwein einfach zu empfehlen. Nicht zu vergessen, dass bei einem köstlichen Stück Pizza immer wieder gerne ein italienischer Rotwein serviert wird. Rotwein besteht aus ausnahmslos roten Trauben, deren Schalen für den roten Glanz im Wein verantwortlich sind. Doch erst die weiteren Bestandteile runden einen geschmackvollen Rotwein harmonisch ab und sind sicherlich mit dafür verantwortlich, dass Rotwein weltweit am beliebtesten unter den Weinen zu werten ist.

 

 

Die Inhaltsstoffe eines Rotweins

Rotweine bestehen ausnahmslos aus roten Trauben. Ihre Farbe erhalten sie jedoch nicht von den Trauben selber, sondern ihren knalligen Schalen, die für die rote Farbe verantwortlich sind. Trotzdem ist der reine Traubenmost nicht köstlich im Geschmack, sodass das aufwendige Verfahren der Vinifikation erst samt der Bestandteile und Komponenten dafür verantwortlich ist, dass Rotwein köstlich sowie vielseitig im Geschmack ist. Dazu bedienen sich Winzer und Weinguts unterschiedlicher Bestandteile, sodass der Rotweingeschmack unterschiedlich ausfällt. Bestandteile von Rotweinen können daher aus

 

  • Gerb- und Mineralstoffen,
  • Alkohol,
  • Süßungsmittel (Zucker)
  • und Wasser sowie Früchten

 

für vielseitige Geschmäcker bestehen. Erst diese sorgen mit der Vinifikation für den erlesenen Rotwein, der weltweit auf der Beliebtheitsskala zu finden ist.

 

Für die Herstellung von Rotwein werden dunkle Trauben verwendet, denn diese sind für die dunkle Farbe und den Geschmack im Rotwein verantwortlich.

 

Rotwein Typen und Anbaugebiete

 

Anbaugebiete und Klimabedingungen für Rotweine

Eines ist sofort anhand der vielen Herkunftsländer von Rotweinen zu erkennen, sonnige und weniger feuchte Gebiete werden bevorzugt. Wenig Niederschlag sind die Markenzeichen dafür und die geballte Ladung Sonne, dass Rotwein hier die besten Voraussetzungen vorfindet, um hergestellt zu werden und samt der Bestandteile wie Zucker, Alkohol & Co zu einem erlesenen Tropfen werden zu können. Deswegen sind bevorzugte Anbaugebiete Australien/Neuseeland, Frankreich, Portugal, Teile der USA sowie Spanien.
 
In Deutschland ist es durchaus auch möglich, den einen oder anderen Rotwein aus eigenem Anbau zu erhalten. Insbesondere Rheinhessen sticht hier heraus, weil die örtliche Natur als Weingut sich ideal anbietet, um einen köstlichen Rotwein zu erzeugen. Doch trotzdem sind die meisten Rotweine aus dem Ausland, was hier nicht verborgen bleibt. Im Übrigen sind auch Gebiete um Südamerika, Jamaika oder Argentinien als Anbaugebiete perfekt geeignet.

 

Deutsche Anbaugebiete

Anbaugebiet Anbaufläche Besonderheit
Ahr ca. 560 ha Rotweinparadies
Baden ca. 15.800 ha längste Anbaugebiet Deutschlands
Franken ca. 6.100 ha unverkennbarer Frankenweincharakter
Hessische Bergstraße ca. 450 ha 233 verschiedene Bodentypen
Nahe ca. 4.200 ha Weinanbau seit der Römerzeit
Mittelrhein ca. 450 ha zweitkleinste Anbaugebiet
Mosel ca. 8.600 ha älteste Weinort Deutschlands
Pfalz ca. 22.800 ha zweitgrößte deutsche Weinanbaugebiet
Rheinhessen ca. 25.500 ha größte Weinanbaugebiet Deutschlands
Rheingau ca. 3.100 ha Weinanbau seit über 8 Jahrhunderten
Saale-Unstrut ca. 760 ha 1000 Jährige Wein-Tradition
Sachsen ca. 460 ha östlichste Weinbaugebiet
Württemberg ca. 11.350 ha Weinproduktion jährlich über 1 Millionen hl

 

Rotwein Rebsorten im Überblick

Bekannte Rebsorten aus der Reihe der Rotweine sind unumstritten der Cabernet Sauvignon sowie der Pinot Noir. Gefolgt von Rebsorten wie dem Merlot, Malbec und Cabernet Franc. Nicht zu vergessen, dass die Rebsorten von Garnacha, Sangiovese, Syrah und Tempranillo ebenfalls zu den wohl bekanntesten Rebsorten aus der Reihe der Rotweine gehören.

 

Rotwein-Varianten

Nebenher ist nicht nur die Rebsorte für den eigenen Gaumen entscheidend und das perfekte Klima, sondern auch die Rotwein-Variante. Die beliebtesten Rotwein Varianten sind:

 

  • trocken
  • halbtrocken
  • süß
  • furchtigsüß

 

Verbraucher, die gerne etwas süßlich trinken ist anzuraten, sich für die Rotwein-Variante „süß“ zu entscheiden. Natürlich wäre auch der halbtrockene sowie trockene Rotwein für Liebhaber und Kenner eine Empfehlung. Vereinzelnd gibt es bereits fruchtigsüße Rotweine, welche allerdings noch nicht durchgedrungen sind. Trotzdem sind diese Rotwein-Varianten für den Geschmack bedeutsam, um alle Weichen zu stellen, die für Geschmack stehen.

 

Rotwein vs. Weißwein – andere Trauben, anderer Geschmack

 

Viele Verbraucher glauben, dass Wein aus denselben Trauben gemacht werden kann und sich nur anhand der Farbe unterscheidet. Was viele Verbraucher vergessen ist jedoch, dass schon der Weißwein und Rotwein deutliche Unterschiede aufzeigen, um überhaupt als Konkurrenz dienlich sein zu können und damit Rotwein gleich Rotwein ist und kein Weißwein. Das bedeutet ganz klar, dass sich die Trauben schon unterscheiden. Klar ist, beide werden aus Traubenmost erzeugt, aber von unterschiedlichen Trauben. So nutzt der Weißwein helle Trauben und der Rotwein dunkle Trauben. Denn diese sind für die dunkle Farbe am Rotwein verantwortlich. Weißweine werden zudem in aller Regel relativ jung getrunken und bevorzugen frische sowie fruchtige Aromen. Rotweine müssen jedoch je nach Sorte, Rebart und Farabintensivität durchaus einige Wochen und Monate länger Most und die Schalen der roten Trauben absetzen, damit sich der Geschmack entfalten kann.

 

Rotweine werden gerne zum Kochen verwendet. Hier spielt die Qualität eine wichtige Rolle für den Geschmack –  Billigweine versauen oftmals den Geschmack der Speise, daher sollte man auch beim Kochen nicht auf einen guten Tropfen verzichten.

 

Weitere Unterschiede zwischen Rotweinen und anderen Weinarten

 

Rotweine unterscheiden sich ebenso deutlich vom edelsüßen Wein, welcher ausnahmslos aus Trauben besteht, welche bereits die edle Fäule aufweisen. Nicht zu vergessen, dass durch die alten Trauben die Ausbeuten sehr gering ausfallen und edelsüße Tropfen teurer sind, als manch namhafter Rotwein. Während dessen ist der Schaumwein eher mit viel Kohlensäure versehen und dadurch auch nicht mit einem Rotwein zu verwechseln oder gleichzusetzen. Die Unterschiede zwischen Rotweinen und Weißweinen, Schaumweinen sowie edelsüße Weine ist eindeutig da. Das sollte für Verbraucher und speziell für Nichtweinkenner eines aussagen, Wein ist nicht gleich Wein.

 

Hersteller und Marken von Rotwein

 

Es wäre nicht leicht, die Vielzahl an Winzer und Weingüter zu überschauen. Denn Rotwein wird weltweit angebaut und gerade in Gebieten wie Spanien, Frankreich, Neuseeland, USA sowie Argentinien sind sie allgegenwertig. Ihre Wertigkeit steigert sich natürlich anhand des Alters, der Würze, des Herstellers, sodass sogar mancher Rotwein von einem Discounter angeboten wird. Massenware ist jedoch weniger erwünscht, eignet sich nicht zum Kochen und schmeckt meist nicht. Deswegen empfiehlt es sich, auf Markenqualität zu achten.

 

Hersteller für Rotweine im Überblick

 

Region Besonderheiten
Südafrika
Lions Pride oder Ruyter’s Bin sind beides südaffrikanische Rotweinhersteller, die im World Wide Web hoch gehandelt werden. Lieblich bis süße Rotweine bieten die Hersteller an und bedienen sich im Übrigen der gehobenen Gegebenheiten des Anbaugebiets.
Italien
Italien ist ein Sonnen verwöhntes Land und begeistert nicht zuletzt durch seine erlesenen Rotweine. Von Mandorla bis Bardolino über Valpolicella sind über 190 verschiedene Hersteller von Rotweine örtlich in Italien zu finden. U.a. Maurizio Zanella, Barbera d’Asti, Marchese di Borgosole, Dolcetto d’Ovada und Merlot sind nur ein Teil der Rotweine, die es aus dem sonnigen Italien zu verköstigen gibt.
Frankreich
Auch Frankreich bietet mit 90 Herstellern in etwa eine große Auswahl an Rotwein-Herstellern an, denen man sich als Nichtweinkenner oder Genießer gerne widmen kann. Hier fallen La Rocaille, Cabernet Sauvignon, Syrah, Mecurey sowie Chateau Arrogant und la Vignee sofort auf.

 

An Auswahl auch in Deutschland mangelt es mit Spätburgunder nicht. Die Hersteller variieren allerdings in allen Ländern, denn viele Sorten sind auch übergreifend bei anderen Herstellern und Winzern zu finden, aber eben mit anderen Bestandteilen, sodass nie derselbe Rotweine zweimal aus zwei unterschiedlichen Häusern stammt. Das macht Wein so vielseitig und Rotweinhersteller gibt es allein in Europa über 300, was die Suche sicherlich zum verköstigen nicht einfach macht, aber für viele Geschmacksexplosionen steht.

 

Die richtige Weinlagerung für Rotweine

 

Die richtige Lagerung des Weines ist enorm wichtig. Das gilt für jeden Wein und ist nicht nur auf den Rotwein spezialisiert. Doch sicher ist, dass nicht viel schief gehen kann, wenn eine Temperatur zwischen 8 Grad und maximal 18 Grad eingehalten wird. Es sollten keine Temperaturschwankungen stattfinden, wie das in klassischen Kellern oder Weinschränken in den vier Wänden durch das Klima von außen auftreten kann. Während ein Weinkühlschrank eben genau die richtige Temperatur hat oder ein extra angefertigter Weinkeller.

 

Die Luftfeuchtigkeit spielt neben der Temperatur eine wichtige Rolle bei der Weinlagerung

 

Nun ist zu erkennen, dass die Temperatur konstant bleiben muss. Das verstehen wir natürlich alle, um den Rotwein weiterhin der gewünschten Qualität genießen zu können, wie er einst vorgesehen war. Doch auch an der Luftfeuchtigkeit gibt es viel auszusetzen, weil diese für das Entkorken verantwortlich sein kann, sowie die Korkenqualität beeinträchtigt, was zu schlechten Weinen führen kann. Allerdings muss niemand Sorge haben, dass in klassischen Neubauwohnungen- und Häusern sowie Neubaukellern hier ein Problem auftritt. Gemeint sind eher Altbauten, die wenig Dichtung aufweisen, mangelnde Bausubstanzen & Co.
Weine sind äußerst empfindlich, sodass die Temperatur stimmen muss, die Luftfeuchtigkeit und der Lagerort.
Denn Rotweine mögen es dunkel, sodass Licht dem Wein schadet. Da wäre auch noch immer ein spezieller Weinschrank sowie Weinkeller die Idee, um den Schutz des Rotweines auf allen erdenklichen Ebenen zu gewähren und am Ende des Tages einen geschmackvollen Tropfen genießen zu können.

 

Den passenden Rotwein kaufen

 

Es ist immer zu empfehlen, auf Supermarkt-Rotweine und Discounter-Rotweine zu verzichten. Gerade auch, wenn diese einen Drehverschluss oder auch Schraubenschluss genannt, aufweisen. Hier ist von minderwertiger Qualität die Rede und an Geschmack lässt sich hier wirklich zweifeln. Es muss jedoch auch keine teure Flasche Rotwein für über 400,- Euro sein. Es gibt gehobene Rotweine aus Italien, Spanien & Co, die teilweise auch unter 15,- Euro kosten, einen wichtigen Korken aufweisen, der viel am Geschmack macht und trotzdem köstlich sind. Im Übrigen sei noch anzumerken, dass Rotwein gerne zum Kochen genutzt wird, aber auch hier ist die Qualität wichtig und Billigweine werden später schmeckend den Geschmack der Speisen versauen.

 

Weingeschichte – Der Rotwein

 

Die Geschichte des Rotweins wirkt zu all den Rebsorten, Varianten und Herstellern auf den ersten Blick ein wenig öde. Denn es ist noch nicht allzu viel über die historische Erscheinung des Rotweins bekannt. Auffällig ist, dass eine Pressanlage von vor etwa achttausend Jahren gefunden wurde, die Anzeichen erkennen lässt, dass mit ihr Rotwein erzeugt wurde. Diese wurde im Übrigen im syrischen Damaskus entdeckt. Auch aus dem Iran sowie Mesopotamien sind Anzeichen entdeckt worden, die darauf schließen lassen, dass 5. Jahrtausend v. Chr schon mit Rotwein gespeist wurde. In der Antike galt Rotwein immerhin als Heilmittel, sodass zumindest diese kleine historische Zeitangabe deutlich macht, dass es Rotweine schon seit Jahrtausenden geben muss.

 

Kochen mit Rotwein

 

Insbesondere beim Kochen sei zu achten, dass der Rotwein auf keinen Fall als billiger Fusel abzustempeln ist. Es sollte ein Rotwein sein, der mit Korken versehen ist und im mittleren Preisrahmen. Zudem muss für das Kochen mit Weinen angemerkt werden, dass starke Hitzen wie auf einem Gasherd oder Holzkohleofen von Notwendigkeit ist, um Steaks & Co gut anzubraten, keinen Rotweingeschmack zu hinterlassen, aber eine angenehme Süße, Kruste und leichte Geschmackskomponente zu hinterlassen. Keine Sorge, nach Alkohol werden Speisen wie Wild, Gulasch, Sauerbraten & Co mit Rotwein versehen nicht schmecken.

 

Je billiger der Rotwein, desto weniger verkocht dieser bei starker Hitze und kann ein Essen wirklich geschmackvoll zum Desaster machen.